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Wald-Knigge

Den Wald-Knigge gibt es als Video. Cartoonist Max Spring und seine Tochter Anna Lena Spring haben die Zeichnungen aus dem Flyer animiert, mit Waldgeräuschen und Gitarrenklängen untermalt und zu einem stimmigen Kurzfilm komponiert.

Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft für den Wald haben 20 nationale Organisationen zehn Tipps für einen respektvollen Waldbesuch erarbeitet. Mit einem Augenzwinkern werden die Waldbesuchenden aufgefordert, ein paar einfache Hinweise zu beachten.
 
Immer mehr Menschen erholen sich im Wald. Dabei treffen ganz unterschiedliche Ansichten und Motivationen aufeinander. Das kann zu Konflikten führen: zwischen Waldbesuchenden und dem Ökosystem, zwischen Waldbesuchenden untereinander sowie zwischen Waldbesuchenden und Waldeigentümerschaft. Der Wald-Knigge soll zu einem friedlichen Nebeneinander beitragen. 
 

Download des Flyers und des Plakats

Arbeitsgemeindschaft für den Wald

 

Waldbenutzung

Gemäss Schweizer Zivilgesetzbuch ist das Betreten von Wald jedermann gestattet; der Wald ist somit der Allgemeinheit zugänglich. Einschränkungen der allgemeinen Zugänglichkeit des Waldes durch Einzäunungen oder andere Massnahmen sind nur dann zulässig, wenn dies für bestimmte Waldflächen im öffentlichen Interesse notwendig ist, beispielsweise zum Schutz von Waldverjüngungen oder seltenen Pflanzen.

Das Wanderwegnetz dient vorwiegend der Erholung im Freien und liegt in der Regel ausserhald des Siedlungsgebietes. Es führt unter Einbezug von naturkundlichen und historischen Sehenswürdigkeiten durch den Wald und die Landschaft des ganzen Kantonsgebietes. 

Im Wald gilt ein Fahrverbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder. Das Reiten und das Velofahren sind auf Waldstrassen und Waldwegen grundsätzlich zulässig. Massgebend sind die Waldstrassenpläne der Gemeinden. Das Befahren des Waldbodens – Trampelpfade inbegriffen – ist ausgeschlossen oder nur in bewilligten Ausnahmefällen gestattet. 

 

Mit der APP den Jagdaufseher rufen

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upload/Jagdaufsicht/appwyler.jpgUm den zuständigen Jagdaufseher selber ausfindig zu machen und diesen direkt anzurufen, gibt es für den Kanton Aargau eine Applikation (App) für das Smartphone. Die App «AG Jagdaufsicht» kann gratis heruntergeladen werden. Martin Wyler, Software-Ingenieur und Jagdaufseher aus Elfingen, hat die App entwickelt. Wyler hofft damit, dass Personen, die ein Tier anfahren keine Fahrerflucht begehen, sondern direkt den Jagdaufseher anrufen: «Zweck des Programmes ist, dem kranken oder verletzten Wildtier lange Minuten des Leidens zu ersparen.»

Die App funktioniert so: Wenn man den Ortungsdienst (GPS) auf seinem Handy einschaltet und die App «AG Jagdaufsicht» öffnet, wird der Standort ermittelt und schliesslich erscheint der Name des Reviers und der Name des zuständigen Jagdaufsehers. Dieser kann durch berühren des Telefonsymbols angerufen werden. Ein weiterer Vorteil sei die genaue Positionsangabe bei einem Wildunfall: «Häufig kommt es vor, dass der Automobilist auf die Nachfrage der Polizei oder des Jagdaufsehers, seine genaue Position nicht weiss oder sie in der Aufregung nicht erläutern kann», sagt Wyler.

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  • Das Versenden seines eigenen Standortes ist eine hilfreiche Funktion, um seinem Partner oder seinen Freunden, Jagdkollegen etc. per SMS oder per WhatsApp mitziteilen wo man sich gerade befindet. Diese Funktion wird im Online-Modus durch antippen der blauen Koordinaten-Taste eingeleitet. Danach erscheint der Dialog mit den eigenen Textvorlagen.
  • Die Funktion zur Distanzmessung wurde erweitert und ist jetzt auch im Online-Modus verfügbar. Als erster Punkt (A) wird hier die aktuelle GPS Position verwendet. Der zweite Punkt (B) muss auf der Karte angetippt werden. Diese Möglichkeit ist z.B. für Jäger praktisch, die wissen möchten, wie weit es von meinem Hochsitz bis zum Waldrand ist.
  • Die Meereshöhe wird sowohl im Online wie im Offline Modus ermittelt und angezeigt. Zusätzlich wird beim Distanzmessen zwischen zwei Punkten der Höhenunterschied der beiden Punkte berechnet und angezeigt.
  • Nebst Jagdaufseher Mutationen, gibt es die Funktion, im Offline-Modus die Suche nach einem Jagdaufseher mit seinem Namen. Dafür musste der Menüpunkt "Beenden" aus dem Menü entfernt werden, um mehr Platz im Menü zu bekommen. Das Beenden der App ist nun ausschliesslich durch zweimaliges Drücken der Zurück-Taste möglich.
  • Im Online- und im Offline Modus kann die Anzeige der Koordinaten des aktuellen Standortes von WGS84 (World Geodetic System 1984) nach CH1903 (SwissGrid, Schweizer Landeskoordinaten 1903 oder LV03 für «Landesvermessung 1903) umgeschaltet werden.Dies geschieht indem lange auf die blaue Koordinaten-Taste gedrückt wird. Beim nächsten langen Drücken wird wieder zurück auf WGS84 geschalten.

» Hilfe und weitere Informationen über https://www.facebook.com/WylersApp/?ref=bookmarks

» Die App "Jagdaufsicht" könnt ihr euch bei iTunes oder im Google Play Store holen.

Der Forst braucht die Jagd

In verschiedenen Regionen der Schweiz steht die Waldverjüngung zunehmend unter Druck von Wildhuftieren. Der Schweizerische Forstverein appeliert an Förster, Waldeigentümer, Jäger und Behörden, sich gemeinsam für die Waldverjüngung einzusetzen.

Der Schweizerische Forstverein (SFV) ruft daher in seinem Positionspapier „Unser Wald braucht die Jagd!“ Jagdbehörden und Jäger dazu auf, mit der Jagd dafür zu sorgen, dass Wildhuftiere wie Reh, Rothirsch und Gämse eine natürliche und artenreiche Waldverjüngung ohne teure Schutzmassnahmen zulassen. Der SFV steht klar hinter der Milizjagd im Revier- und Patentsystem. Er fordert aber, dass der Zustand der Waldverjüngung in die Abschussplanung einfliessen muss. 

Doch nicht nur die Jäger werden in die Pflicht genommen. Auch Forstbehörden und Waldeigentümer sollen durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mit hoher Baumartenvielfalt für verjüngungsfreundliche Bedingungen sorgen. Mit Jagd allein verjüngt sich der Wald nicht. Nur durch konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure kann das Ziel eines Waldes, der alle Waldfunktionen erfüllt, erreicht werden.

Mehr dazu auf der SFV-Homepage

» Schweizerischer Forstverein SFV

» Positionspapier SFV

 

Wald

Der Schweizer Wald bedeckt 1,31 Mio. Hektaren oder 32 Prozent der Schweiz. 71 Prozent des Waldes gehören öffentlichen Eigentümern (Kantone, politische oder Bürgergemeinden), 29 Prozent gehören rund 250'000 privaten Personen. Der freie Zutritt ist gesetzlich garantiert. Der Schweizer Wald steht für gelebte Nachhaltigkeit: Es wird nicht mehr Holz genutzt als nachwächst. Die Waldfunktionen (Rohstoff, Schutz, Erholung, Lebensraum) sind dauernd aufrechtzuerhalten. Pro Jahr wachsen im Schweizer Wald rund 9,7 Mio. Kubikmeter Holz oder pro Sekunde ein Würfel von 67 cm Kantenlänge.

Der Aargau ist ein Waldkanton. Er zählt zu den waldreichsten Kantonen der Schweiz: Ein Drittel der Kantonsfläche ist mit Wald bedeckt. Die Waldrandlänge beträgt 4'000 Kilometer.

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Waldkompass Aargau

Unser Wald erbringt zahlreiche Funktionen. Mit www.waldkompass-aargau.ch wollen der Aarg. Waldwirtschaftsverband und alle Waldeigentümer und Forstbetriebe die Sehenswürdigkeiten m Aargauer Wald näherbringen und sichtbar machen. Hier finden Waldbesucherinnen und Waldbesucher Ausflüge, Wanderungen und Trouvaillen im Aargauer Wald. Darunter finden sich spannende Aussichten, schöne Waldweiher, Feuerstellen und Waldhäuser, Türme usw. Und Waldinteressierte finden weitere Informationen über das vielfältige Angebot der Aargauer Waldeigentümer.

Die Informationsplattform waldkompass-aargau.ch soll die Werte und Leistungen des Aargauer Waldes wie Holz, Erholung, Lebensraum und Trinkwasser sichtbar und vor allem erlebbar machen.

Mit dem GPS-Tracks-App für die Mobil-Geräte können die Informationen direkt im Wald auf das Smartphone geholt werden. Ist das Gerät mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet, so wird der Benutzer direkt an den ewünschten Ort gelotst.