Die Ampeln stehen auf R O T

An die Präsidentinnen und Präsidenten der Aargauer Jagdgesellschaften
und Jagdvereine des Kantons Aargau

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Die Ampeln stehen auf Rot und es liegt an uns und unserem Verhalten, dass nicht noch härtere Massnahmen verfügt werden müssen. Seit 29. Oktober 2020 gelten die vom Bundesrat neu beschlossenen Massnahmen. Sie betreffen vor allem den Ausgang, die Freizeit und die Maskentragpflicht.

Als Aargauer Jäger üben Sie mit Passion und grosser Disziplin die Jagd im Kanton Aargau aus. Im Vordergrund stand bisher die Sicherheit im Umgang mit Jagdwaffen und die Einhaltung des Tierwohls. Wir danken Ihnen, wenn Sie mit gleicher Sorgfalt auch den Vorgaben des Bundes und des Kantons im Umgang mit der Coronapandemie zur Umsetzung verhelfen.

Gemäss kantonalem Jagdgesetz sind bis Ende Dezember alle Formen der Jagdausübung möglich, von der Einzeljagd im Ansitz und Pirsch über kleine Drückjagden bis hin zu Bewegungsjagden. Die Bewegungsjagd gilt als Veranstaltung, die einem öffentlichen Zweck resp. einer öffentlichen Aufgabenerfüllung dient. Die Anzahl Teilnehmer beträgt gemäss bundesrätlichen Vorgaben maximal 50 Personen. Der Kanton kann diese Vorgabe jederzeit verschärfen. Wir würden Sie dazu umgehend informieren.

Das vom AJV Jagd Aargau erarbeitete Schutzkonzept vom 19. Oktober 2020 bleibt gültig (angepasst auf die Beschränkung von 50 Personen).

Sehen Sie die aktuelle Zeit als Chance für Neues und nicht als Verzicht auf liebgewonnene Traditionen. Sind Sie sich Ihrer Vorbildrolle in der Oeffentlichkeit bewusst.

Herzlichen Dank für die umsichtige Führung Ihres Jagdvereins.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine erfolgreiche, unfall- und krankheitsfreie Jagd

Mit freundlichen Grüssen und herzlichem Weidmannsheil

 

Maskenpflicht sobald zwei Personen zusammen sind

3.11.2020: Das Schutzkonzept ist zwischenzeitlich mit den Revierkantonen BL, LU, SG, SO und TG koordiniert und mit dem Kantonsärztlichen Dienst Aargau abgesprochen worden. Der Kantonsärztliche Dienst empfiehlt eine Maskentragpflicht sobald zwei Personen zusammen sind, auch wenn über 1,5 Meter Abstand eingehalten werden.

Zudem muss im lokalen Schutzkonzept ersichtlich sein, wer für die Um- und Durchsetzung der Massnahmen verantwortlich ist. Da die Verantwortlichkeiten auf der Herbstjagd (Sicherheit, Abschussvorgaben etc.) grundsätzlich über den Jagdleiter geregelt sind, ist in den meisten Fällen auch er für die Durchsetzung der Corona-Massnahmen verantwortlich. Er instruiert alle Beteiligten der Jagd.

Weiter muss im Dokument auch ersichtlich sein, wer gegenüber den zuständigen Behörden die Kontaktperson ist (jene Person, welche alle Personendaten hat). Ansprechperson für den Kanton ist der Obmann (Präsident des Jagdvereins).

Natürlich können die Jagdgesellschaften die Zuständigkeiten aber selber festlegen.

Die lokalen Schutzkonzepte müssen nicht vom Kanton genehmigt werden.

Wir haben am 3. November 2020 unser Konzept ergänzt und angepasst.

 

Die verschäften Massnahmen vom 28. Okt. 2020

28.10.2020 – Der Bundesrat hat am 28. Oktober 2020 weitere Massnahmen gegen die schnelle Ausbreitung des neuen Coronavirus ergriffen. 

Die Fallzahlen sowie die Anzahl Hospitalisationen nehmen drastisch zu. Der Bundesrat will die Ausbreitung von Covid-19 Infektionen eindämmen und die Überlastung der Intensivpflegestationen sowie des Gesundheitspersonals in den Spitälern verhindern. Dazu hat er am 28. Oktober 2020 Massnahmen ergriffen, welche die Zahl der Kontakte unter den Menschen reduzieren.

Folgende Massnahmen gelten ab dem 29. Oktober

  • Grossveranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind nicht mehr erlaubt. Ausgenommen sind Parlaments- und Gemeindeversammlungen, politische Demonstrationen und Unterschriftensammlungen – wie bisher mit den nötigen Schutzvorkehrungen.
  • Der Betrieb von Diskotheken und Tanzlokalen ist verboten.
  • In Restaurants und Bars dürfen höchsten vier Personen an einem Tisch sitzen, ausgenommen Familien mit Kindern. Es gilt eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr.
  • Anlässe mit mehr als 10 Personen sind in privaten Räumen nicht mehr erlaubt.
  • Hochschulen müssen ab 2. November 2020 auf Fernunterricht umstellen. Präsenzunterricht bleibt an den obligatorischen Schulen und den Schulen der Sekundarstufe II (Gymnasien und Berufsbildung) erlaubt.
  • Sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind verboten. Für Kinder und im professionellen Bereich sind Ausnahmen geregelt.
  • Anlässe von Laienchören sind verboten, professionellen Chören ist das Proben erlaubt.
  • Die Maskenpflicht wird weiter ausgedehnt. Im Freien müssen Masken in belebten Fussgängerbereichen von urbanen Zentren und Dorfkernen getragen werden. Bei einer Menschenansammlung, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann (z.B. stark frequentierte Strassen, Plätze und Parks), muss man ebenfalls Masken tragen.
  • Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen soweit möglich Homeoffice ermöglichen und an der Arbeitsstätte für den Schutz der Mitarbeitenden sorgen.

 

Corona-Konzept Herbstjagd 2020

Die Bewegungsjagden sind auch gemäss aktueller bundesrätlichen Verordnung "Veranstaltungen“ (mit max. 50 Personen). Die Herbstjagd kann gemäss Konzept durch die Jagdgesellschaft vorbereitet und durchgeführt werden. 

Nach Sicht der Jagdverwaltung sind gemäss den gestrigen Beschlüssen des Bundesrates die Herbstjagden nach wie vor möglich (maximal 50 Personen). Das Corona-Konzept von Jagd Aargau deckt die Vorgaben immer noch sehr gut ab. 

Da die Jagd im Freien stattfindet, die Personen mit Telefonnummern sogar bereits vorher bekannt sind und während der meisten Zeit die Abstände zwischen den Personen vergleichsweise sehr gross sind, können viele Vorgaben einfach umgesetzt werden. Beim Personentransport und bei der Verpflegung werden Anpassungen nötig sein (Masken tragen, Abstände am Aserplatz, Personen aufteilen etc.). Der gesellschaftliche Teil kann oder muss je nach Örtlichkeiten reduziert oder abgesagt werden.

Es gilt immer noch das (angepasste) Corona-Schutzkonzept mit den drei Haupt-Massnahmen: 

  • Hygienevorschriften (regelmässig Hände waschen oder desinfizieren) 
  • Abstandsmassnahmen (1,5 m) und Masken tragen 
  • Registrierungspflicht.

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Die Jagdgesellschaften halten sich an folgendes Corona-Konzept:

1. Als veranstaltende Organisation legen Sie die verantwortlichen Personen fest und haben dafür zu sorgen, dass

  • die Teilnehmerzahl auf maximal 50 Personen beschränkt wird,
  • die Begrüssung Corona konform stattfindet (kein Händeschütteln, keine Umarmung),
  • genügend Platz vorhanden ist, insbesondere die Abstände von mind. 1,5 m bei der Begrüssung, beim Transport, beim Anstellen, bei Besprechungen, beim Zwischenaser, beim Verblasen der Strecke (Bläser haben gar einen Abstand von 2-3 Metern einzuhalten) und am Aserfeuer gewährleistet werden können,
  • die Maskenpflicht auferlegt werden muss wo der Abstand nicht eingehalten werden kann und somit eine genügende Anzahl Masken zur Verfügung stehen,
  • Desinfektionsmittel (3 ml pro Anwendung) oder gar Wasser mit Seife und Haushaltpapier zur Verfügung steht,
  • beim Aserplatz vor allem in Innenräumen die nötigen Abstände eingehalten werden können und
  • Ihre Jagdteilnehmer über Ihre Massnahmen informiert sind.

2. Die vorhandenen Präsenzlisten aller Jagdteilnehmenden (Jäger und Treiber) müssen Nachname, Vorname, Adresse sowie Telefonnummern enthalten (sofern vorhanden auch Gruppeneinteilung) und müssen währende 14 Tagen aufbewahrt werden.

Wir haben aus den Faktenblättern von Bund und Kanton die nötigen Hygiene- und Verhaltensregeln zusammen getragen und ein Plakat zum herunterladen bereitgestellt.

 

In diesem Sinne wünschen wir eine erfolgreiche Herbstjagd. Halten Sie sich gesund und helfen Sie, das Corona-Virus nicht weiterzuverbreiten - Sie sind es sich und Ihren Mitmenschen schuldig.