<

Lockerungen ab 19. April 2021 - Gastro, Veranstaltungen, Kultur, Freizeit, Sport

Der Bundesrat hat am Mittwoch, 14. April 2021, die nationalen Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie weiter gelockert. Ab dem 19. April 2021 sind mit gewissen Einschränkungen wieder Veranstaltungen mit Publikum möglich. Auch sportliche und kulturelle Aktivitäten in Innenräumen sind wieder erlaubt, ebenso gewisse Wettkämpfe. Restaurants können ihre Terrassen wieder öffnen. Nach wie vor besteht das Ziel aller Massnahmen, unnötige Kontakte zu vermeiden.

Restaurants können den Aussenbereich zwischen 06.00 bis 23.00 Uhr öffnen. Es gilt eine Sitzpflicht und es dürfen maximal vier Personen zusammensitzen (Ausnahme: Eltern mit ihren Kindern). Alle Gäste müssen ihre Kontaktdaten abgeben. Sie müssen zudem – ausser während der Konsumation –eine Maske tragen. Zum Schutz der Gäste muss zwischen den Tischen ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten oder als Alternative eine Abschrankung angebracht werden. Das Personal trägt immer eine Maske.

An Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis (private Veranstaltungen) dürfen in Innenräumen weiterhin höchstens 10 Personen und in Aussenräumen weiterhin höchstens 15 Personen teilnehmen. Was Menschenansammlungen sowie Treffen im Familien- und Freundeskreis im öffentlichen Raum anbelangt, sind diese mit maximal 15 Personen erlaubt. Darüber hinaus bleiben solche Ansammlungen verboten.

Vereinstreffen, auch Generalversammlungen, gelten als Veranstaltungen. Diese sind ab 19. April 2021 wieder erlaubt (Art. 6 Abs. 1 Covid-19-Verordnung besondere Lage). Es gilt eine Obergrenze von 15 Personen drinnen und draussen und eine Maskenpflicht. Zudem muss ein Schutzkonzept erarbeitet werden. Auch wenn Sitzungen physisch durchgeführt werden könnten, wird empfohlen, diese – wenn möglich – nach wie vor virtuell abzuhalten.

Sport- und Freizeitanlagen dürfen im Kanton Aargau ab Montag, 19. April 2021 sowohl die Innen- als auch Aussenbereiche für Personen aller Alterskategorien wieder öffnen. Für den Innenbereich gelten Einschränkungen für Erwachsene mit Jahrgang 2000 und älter. Auch Wettkämpfe sind mit Einschränkungen wieder für alle Alterskategorien erlaubt. Spezifische Regelungen bestehen ferner für den Leistungs-/Profisport.

Betreffend Informationsveranstaltungen gilt nach wie vor die Beschränkung auf 50 Personen. Nach Art. 7 Abs. 1 lit. a Covid-19-Verordnung besondere Lage kann die zuständige kantonale Behörde – im Kanton Aargau die Kantonsärztin – Erleichterungen gegenüber den Vorgaben nach Artikel 4 Absätze 2–4 sowie nach den Artikeln 6–6f bewilligen, wenn überwiegende öffentliche Interessen dies gebieten, die epidemiologische Lage im Kanton oder in der betreffenden Region dies aufgrund der Indikatoren nach Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe a zulässt und vom Veranstalter oder Betreiber ein Schutzkonzept nach Artikel 4 vorgelegt wird, das spezifische Massnahmen umfasst, welche die Verbreitung des Coronavirus verhindern und Übertragungsketten unterbrechen.

Für Publikums-Veranstaltungen im Aussenbereich sind maximal 100 Gäste zulässig, für Publikums-Veranstaltungen im Innenbereich maximal 50. Die für die Gäste verfügbaren Sitzplätze dürfen zu höchstens einem Drittel besetzt werden.

Sämtliche Kulturbetriebe dürfen im Kanton Aargau wieder öffnen. Dies gilt sowohl für Veranstaltungen und andere Aktivitäten im Innenbereich als auch im Aussenbereich. Es bestehen unter anderem Einschränkungen bezüglich der Anzahl Teilnehmenden als auch bezogen auf die zulässigen kulturellen Aktivitäten.

Zusätzliche Informationen finden Sie im

 

Jagdliche Vorschriften

Die jagdlichen Vorschriften bezwecken die Artenvielfalt und die Lebensräume der wildlebenden Säugetiere und Vögel zu erhalten, bedrohte Tierarten zu schützen, aber auch die Schäden an Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen auf ein tragbares Mass zu begrenzen und eine angemessene Nutzung der Wildbestände durch die nachhaltige Jagd zu gewährleisten.

 

Jagdrecht

In der Schweiz setzt sich das Jagdrecht einerseits aus den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel und anderseits aus den Jagdgesetzen der einzelnen Kantone zusammen.

Die rechtsetzende Kompetenz des Bundes beschränkt sich im Wesentlichen auf die Festlegung der jagdbaren Arten und der Schonzeiten sowie auf die Ausscheidung von eidgenössischen Jagdbanngebieten (Schutzzonen). Das eidgenössische Jagdgesetz ist somit ein Artenschutz­gesetz; es stellt Schutz vor Regulierung und jagdliche Nutzung.

Regulierung und Nutzung der Wildpopulationen, also die Bestimmungen über die Jagdberechtigung, das Jagdsystem, das Jagdgebiet und die Jagdaufsicht, werden in den kantonalen Jagdgesetzen geregelt. So ist gewährleistet, dass beim Jagdbetrieb auf die regionalen Eigenheiten hinsichtlich der vorkommenden Wildarten, Lebensräume, Probleme und Traditionen Rücksicht genommen wird.

 

Kantonale Jagdsysteme

Die Jagd ist in der Schweiz ein hoheitliches Recht (Jagdregal) und kommt damit grundsätzlich dem Staat, d. h. den Kantonen, zu.
Dieses äussert sich in drei verschiedenen Jagdsystemen.

Jagdsysteme in den Schweizer Kantonen

  • Die deutschsprachigen, mehrheitlich im Mittelland gelegenen Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau und Zürich kennen die Revierjagd. In diesen sogenannten Revierkantonen werden die Jagdrechte vom Kanton als Einzelreviere, die gewöhnlich eine politische Gemeinde umfassen, in der Regel für acht Jahre an Jagdgesellschaften verpachtet, die dafür einen Pachtzins entrichten und auch für die Wildhege zuständig sind. Im betreffenden Gebiet dürfen ausschliesslich die Pächter und von diesen Eingeladene jagen.

  • Die meisten anderen, oft alpin oder lateinisch geprägten Kantone, nämlich Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Bern, Freiburg, Glarus, Graubünden, Jura, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Tessin, Uri, Waadt, Wallis und Zug, kennen die Patentjagd. In diesen sogenannten Patentkantonen kann jeder Jäger nach der Lösung eines staatlichen Jagdpatents im ganzen Kantonsgebiet mit Ausnahme der Jagdbanngebiete jagen. Dabei ist festgelegt, welche und wie viele Tiere er während der kurzen Jagdzeit erlegen darf. Die Jäger bezahlen jährlich Patentgebühren.

  • Ein einziger Kanton, Genf, kennt die Verwaltungsjagd (Regiejagd), welche ein Jagdrecht von Privatpersonen ausschliesst. Hier wird die Jagd von staatlich besoldeten Wildhütern ausgeübt. Entstandene Wildschäden werden vom Kanton und somit aus Steuergeldern beglichen.

Jagen im Ausland

Bei einer Beteiligung an Jagden im grenznahen Ausland gelten verschiedene Vorschriften, die zwingend zu beachten sind.

Ausweise
Eine gültige Jagderlaubnis ist zwingend. Diese muss bei der Jagdbehörde des entsprechenden Landes beschafft werden. Es empfiehlt sich, dies rechtzeitig vor der Reise zu tun, denn je nach Land sind unterschiedliche Dokumente (Strafregisterauszug, Pass, ID, Jagdfähigkeitsausweis, Pächterpass oder Patent etc.) erforderlich. Weiter muss eine Jagdeinladung für das Revier, respektive Gebiet wo die Jagd ausgeführt wird, mitgeführt werden.

Die Geschäftsstelle von JagdSchweiz wird immer wieder konfrontiert mit Fragen, respektive Problemen, zum Jagen im Ausland. Grundsätzlich gilt die Informationspflicht. Lesen Sie im Merkblatt alle Details, es ist wichtig!

Es beinhaltet

  • Ausweise
  • Waffen
  • Versicherung
  • Wildbret
  • Jagdliches Verhalten

» Merkblatt JagdSchweiz