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21] Afrikanische Schweinepest ASP

April
2019

Für die Eintragung der Afrikanischen Schweinepest und die Verschleppung über weite Distanzen ist nicht das Wildschwein sondern der Mensch das Hauptproblem. Die Früherkennung der Viruskrankheit, die neben den Wildschweinen auch die Hausschweine gefährdet, ist sehr wichtig. Der Jagdaufsicht kommt dabei zentrale Bedeutung zu. Der Veterinärdienst ruft daher auf, bei Totfunden von Wildschweinen und Tieren, die bei Hegeabschüssen erlegt wurden, konsequent Tupferproben von Blut oder Milz und bei stark zersetzten Kadavern nach Möglichkeit Knochenmarkproben zu nehmen.

Befürchtet wird die Einschleppung der ASP sowohl in Hausschweinbestände als auch in Wildschweinpopulationen. In beiden Fällen dürfte der Mensch das Hauptrisiko sein. „Über grössere Distanzen wird das Virus durch menschliche Aktivitäten verbreitet“, erklärt die Kantonstierärztin. „Infizierte kranke und geschwächte Wildschweine wandern nicht mehr weit, sondern verkriechen sich eher.“ Man rechne aufgrund von Daten aus dem Baltikum mit einer Ausdehnung der ASP alleine durch Wildschweine über eine Distanz von 20 bis 30 Kilometern im Jahr. „Die Einschleppung der ASP in Wildschweinbestände“, so Barbara Thür, „erfolgt in einem ASP-freien Land  meistens durch unsachgemäss in der Natur entsorgte Lebensmittel oder wenn Wildschweine Zugang zu Siedlungsabfällen haben“.

 

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» Mitteilungsblatt Nr. 21 "Afrikanische Schweinepest ASP"

 

 

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