Afrikanische Schweinepest - Massnahmen in der Schweiz

In einer Autobahn-Raststätte bei Belgien unweit Grenze zu Deutschland wurden in den vergangenen Tagen fünf Stück verendetes Schwarzwild positiv auf ASP getestet. Es wird vermutet (ist aber nicht bewiesen), dass die Ansteckung über mit Virus kontaminierte Lebensmittel, die unsachgemäss entsorgt wurden, erfolgte. Das Virus ist sehr lange infektiös in Lebensmitteln wie Wildschweinschinken etc. Werden diese unsachgemäss entsorgt oder aus den Abfallkübeln von den Wildschweinen gefressen, ist eine Ansteckung leider sehr wahrscheinlich. Abgesehen davon ist es aus diesem Grund gar nicht erlaubt, Fleisch und verarbeitete Fleischwaren aus Ländern, in denen ASP vorkommt, mitzuführen.

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«Die Frage ist nicht ob, sondern wann es uns trifft»

 

BLV Bern, 29.03.2018 - Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Europa weiter aus. Eine Einschleppung in die Schweiz ist nicht auszuschliessen. Um eine mögliche Ansteckung von heimischen Wildschweinen rasch zu erkennen und eine Ausbreitung in der Wildschweinepopulation zu verhindern, wurde ein nationales Früherkennungsprogramm erarbeitet.

 

 

Beitrag von Jägern und Wildhütern

Um eine mögliche Ansteckung von Wildschweinen mit ASP frühzeitig zu erkennen und eine Ausbreitung in der heimischen Wildschweinepopulation zu verhindern, hat das BLV in Zusammenarbeit mit dem BAFU und weiteren Fachpersonen ein nationales Früherkennungsprogramm ASP bei Wildschweinen erarbeitet.

Jäger und Wildhüter können einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung leisten und sind zur Mitarbeit aufgerufen. Ganzjährig sollen sämtliche in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein tot aufgefundenen Wildschweine, Abschüsse infolge unspezifischer Krankheitsanzeichen und im Verkehr verunfallte Wildschweine auf ASP untersucht werden. Jäger und Wildhüter werden gebeten, vermehrt auf tote und kranke Wildschweine zu achten und jedes dieser Tiere einer Untersuchung auf ASP zuzuführen.