Kantonale Schweisshundeprüfung in Wohlen

Nur Wenige konnten die strengen Standards erfüllen

Am 2. September 2018 organisierte der Verband Jagd Aargau die kantonale Schweisshundeprüfung rund um Wohlen. Von 28 Teilnehmenden bestanden sieben die Prüfung.

Schweisshunde riechen nicht etwa schwitzendes Wild, sondern dessen Spuren. Dies etwa, wenn das Wild verletzt ist und deshalb am Boden eine Blutspur (Jägersprache Schweiss) hinterlässt. Bei der Jagd oder bei Wildunfällen sind die ausgebildeten Hunde nötig, damit das Wild möglichst schnell gefunden und von seinem Leid erlöst werden kann. «Sie sind deshalb unentbehrlich», weiss Peter Rösch, Gesamtleiter der kantonalen Schweisshundeprüfung.

Wer einen Hund dafür einsetzen möchte, muss diesen von klein auf trainieren und schliesslich einer Prüfung unterziehen. 28 Hundehalter und ihre Tiere absolvieren diesen Test kürzlich in Wohlen und Umgebung. „Dass so viele Durchgefallen sind, zeigt den hohen Qualitätsanspruch, den wir an unsere Jagdkameraden stellen“, ist Peter Rösch überzeugt. „Oft ist sonst das Verhältnis zwischen Bestandenen und Nicht-Bestandenen umgekehrt.“ Ein Einfluss hätte wohl auch das Wetter gehabt. Dieses war lange trocken, und kurz vor der Prüfung wurde es nasskalt. „Dadurch sind viele für die Hunde interessante Dürfte aufgewirbelt worden, die Pflanzen sprossen wieder und das Wild wurde aktiver. Die Hunde waren weniger aufmerksam und schneller abgelenkt“. „Die Bedingungen entsprachen aber der normalen Realität bei Einsätzen.“ Je nach Hund galt es eine am Vortag künstlich angelegte Fährte von 500 oder 1000 Metern zu absolvieren. Musste der Hund mehr als zweimal auf die Fährte zurückgerufen werden, fiel er durch.

Willi Dubler aus Wohlen mit seinem Cico war einer der sieben, der die Prüfung bestanden hat. Entsprechend glücklich war er. „Das richtige Lernen fängt für ihn jetzt erst richtig mit Ernstfällen an“, weiss Peter Rösch aus eigener Erfahrung. Die Stimmung bei der abschliessenden Prüfungsbesprechung im Wohler Chüestellihau bezeichnet er als etwas betrübt. „Die Durchgefallenen wurden aber von ihren Kameraden motiviert, weiter zu üben.“ Sie dürfen es in einem Jahr nochmals versuchen.

 

 

Jagdhunde als Jagdhelfer

Bereits der frühe Mensch hat sich der Hunde als Jagdhelfer bediente. Speziell mit ihren besonderen Sinnesorganen aber auch mit ihren läuferischen Qualitäten waren sie den Menschen eine grosse Unterstützung auf der Jagd.

Mit dem Aufkommen neuer Jagdmethoden, speziell in der jüngsten Menschheitsgeschichte, wurden spezialisierte Hunderassen für die unterschiedlichsten Aufgaben und Arbeiten herangezüchtet.

Am Nordwestschweizerischen Jagdhundetag werden die Jagdhunderassen vorgestellt und viel Wissenswertes über die Jagdhunde vermittelt. Der Jagdhundetag findet in Aarau, Pferderennbahn, am Sonntag, 7. April 2019, statt: