Der Forst braucht die Jagd

In verschiedenen Regionen der Schweiz steht die Waldverjüngung zunehmend unter Druck von Wildhuftieren. Der Schweizerische Forstverein appeliert an Förster, Waldeigentümer, Jäger und Behörden, sich gemeinsam für die Waldverjüngung einzusetzen.

Der Schweizerische Forstverein (SFV) ruft daher in seinem Positionspapier „Unser Wald braucht die Jagd!“ Jagdbehörden und Jäger dazu auf, mit der Jagd dafür zu sorgen, dass Wildhuftiere wie Reh, Rothirsch und Gämse eine natürliche und artenreiche Waldverjüngung ohne teure Schutzmassnahmen zulassen. Der SFV steht klar hinter der Milizjagd im Revier- und Patentsystem. Er fordert aber, dass der Zustand der Waldverjüngung in die Abschussplanung einfliessen muss. 

Doch nicht nur die Jäger werden in die Pflicht genommen. Auch Forstbehörden und Waldeigentümer sollen durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mit hoher Baumartenvielfalt für verjüngungsfreundliche Bedingungen sorgen. Mit Jagd allein verjüngt sich der Wald nicht. Nur durch konstruktive Zusammenarbeit aller Akteure kann das Ziel eines Waldes, der alle Waldfunktionen erfüllt, erreicht werden.

Mehr dazu auf der SFV-Homepage

» Schweizerischer Forstverein SFV

» Positionspapier SFV

 

JA! Für Euse Wald

Das Initiativkomitee „Ja! Für Euse Wald“ hatte am 14. Febraur 2017 insgesamt 10568 Unterschriften eingereicht. Das Begehren verlangt, dass im kantonalen Haushalt die nötigen Mittel sichergestellt werden, damit der Wald seine vielfältigen Funktionen weiterhin erfüllen kann.

» az, 14.2.2017

Die Reizkampagne zeigt erste Erfolge. Bereits knapp 1‘100 Personen folgen der Facebookseite „jafuereusewald". Die Beiträge werden sehr gut wahrgenommen. Das Initiativkomitee schaltet regelmässig neue Beiträge, welche zu Diskussionen anregen.

Aktuell wird die Volksinitiative durch den Regierungsrat bearbeitet. Im ersten Quartal 2018 soll sie im Grossen Rat behandelt werden. Danach ist die Volksinitiative bereit für die Volksabstimmung.


 

Wald

Der Schweizer Wald bedeckt 1,31 Mio. Hektaren oder 32 Prozent der Schweiz. 71 Prozent des Waldes gehören öffentlichen Eigentümern (Kantone, politische oder Bürgergemeinden), 29 Prozent gehören rund 250'000 privaten Personen. Der freie Zutritt ist gesetzlich garantiert. Der Schweizer Wald steht für gelebte Nachhaltigkeit: Es wird nicht mehr Holz genutzt als nachwächst. Die Waldfunktionen (Rohstoff, Schutz, Erholung, Lebensraum) sind dauernd aufrechtzuerhalten. Pro Jahr wachsen im Schweizer Wald rund 9,7 Mio. Kubikmeter Holz oder pro Sekunde ein Würfel von 67 cm Kantenlänge.

Der Aargau ist ein Waldkanton. Er zählt zu den waldreichsten Kantonen der Schweiz: Ein Drittel der Kantonsfläche ist mit Wald bedeckt. Die Waldrandlänge beträgt 4'000 Kilometer.

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Waldkompass Aargau

Unser Wald erbringt zahlreiche Funktionen. Mit www.waldkompass-aargau.ch wollen der Aarg. Waldwirtschaftsverband und alle Waldeigentümer und Forstbetriebe die Sehenswürdigkeiten m Aargauer Wald näherbringen und sichtbar machen. Hier finden Waldbesucherinnen und Waldbesucher Ausflüge, Wanderungen und Trouvaillen im Aargauer Wald. Darunter finden sich spannende Aussichten, schöne Waldweiher, Feuerstellen und Waldhäuser, Türme usw. Und Waldinteressierte finden weitere Informationen über das vielfältige Angebot der Aargauer Waldeigentümer.

Die Informationsplattform waldkompass-aargau.ch soll die Werte und Leistungen des Aargauer Waldes wie Holz, Erholung, Lebensraum und Trinkwasser sichtbar und vor allem erlebbar machen.

Mit dem GPS-Tracks-App für die Mobil-Geräte können die Informationen direkt im Wald auf das Smartphone geholt werden. Ist das Gerät mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet, so wird der Benutzer direkt an den ewünschten Ort gelotst.

 

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