Tipps und Tricks

Blattjagd - Fiepen

Bei der Blattjagd nutzt der Jäger das Brunftverhalten des Rehwildes aus, um den Rehbock zu bejagen. Die Blattzeit des Rehwildes beginnt Mitte Juli und geht so bis in die zweite Hälfte des August. Beim „Blatten“ werden die Fieplaute des weiblichen Rehes oder des Kitzes durch Anblasen eines zu den Lippen geführten frischen Laubblattes oder Grashalms nachgeahmt. Selbstverständlich gibt es dafür heute geeignete Instrumente.

Das eigentliche "Blatten" beginnt jedoch erst Ende Juli und endet etwa Mitte August. Dann ist der überwiegende Teil der Geissen und Schmalrehe beschlagen. Die Geissen werden zuerst brunftig, dann folgen die Schmalrehe. Die Rehböcke finden im August kaum noch brunftige weibliche Rehe und lassen sich deshalb auf ihrer Suche häufiger vom Jäger anlocken.

Links zum Thema

Klaus Demmel - Youtube-Film

Blattjagd, Deutsche Jagd-Zeitung

3 Tipps für die Blattjad, Jagdaktuell

 

Krähenjagd - Lockjagd

Das Ziel bei der Lockjagd besteht darin, die Rabenvögel auf Schrotschussentfernung an den Stand zu locken. Deshalb muss der Jäger den Krähen ein entsprechend attraktives Lockbild bieten.

Der Aufbau der Lockvögel erfolgt in der Regel frühmorgens im Dunkeln. Sonst besteht die Gefahr von anstreichenden oder beobachtenden Krähen in Bäumen entdeckt zu werden.

Eine Verknüpfung von Jäger – Lockbild – Abschuss von Artgenossen sollte den intelligenten Krähen möglichst vorenthalten werden, damit die schnell lernfähigen Rabenkrähen auch bei zukünftigen Jagden nicht misstrauisch werden.

Die Krähenjagd kann im Rahmen geltender Jagd- und Schonzeiten generell das ganze Jahr über ausgeübt werden. Die höchsten Strecken erzielt man im allgemeinen jedoch in den Monaten Mitte Juli bis Ende September, da zu diesem Zeitpunkt sehr viele Jungkrähen unterwegs sind. Für das Revier besonders wichtig ist aber die Jagd ab Ende Januar bis zum Ende der Jagdzeit. Verursachen die Krähen doch im hereinbrechenden Frühjahr den grössten Schaden beim Niederwild und Singvögeln durch Prädation von Gelegen und Jungvögeln.

Besonders interessant sind z. B. frisch abgeerntete Getreidefelder, frisch gemähte Wiesen, umgebrochene Ackerflächen. Aber auch Stände in der Nähe von besonderes attraktiven Frassplätzen wie z. B. Müllkippen, Kompostierungsanlagen, Silos oder Freiland- Schweinezuchten sind besonders erfolgsversprechend.

Feldgehölze, Waldränder oder hohe Baumgruppen sollten bei der Standplatzwahl unbedingt gemieden werden, weil die Krähen dort häufig ausserhalb der Schrotschussentfernung angestrichen kommen. 

Links zum Thema

Intelligente Vögel im Visier, Jagdaktuell

Krähenwiki

Krähenjagd, Hubertus Fieldsports

Krähenjagd, Jagdgesellschaft Wasserschloss