Solidaritätsfondes für Jagdhunde, welche im Jagdbetrieb zu Schaden kommen

Nicht jede Jägerin oder jeder Jäger im Kanton Aargau kann einen Jagdhund halten, abführen und einsetzen. Aber jeder Jäger benötigt zur Ausübung einer weidgerechten und gesetzeskonformen Jagd, früher oder später, einen brauchbaren Jagdhund. Deshalb sollten unsere Hundeführerinnen und Hundeführer die Risiken, welche mit dem Einsatz eines Jagdhundes verbunden sind, nicht alleine tragen. Für die Führerinnen und Führer der Jagdhunde soll ein starkes Zeichen in Sachen Solidarität gesetzt werden. Es soll auch als Anreiz zur Haltung und Führung von brauchbaren Jagdhunden dienen. 

Leistungen:

Gedeckt sind Tod, Nottötung, Diebstahl und Raub und die Tierarztkosten von Unfällen während der Jagd oder der Nachsuche in den Revieren, welche über eine Mitgliedschaft bei JAGDAARGAU angeschlossen sind.

Folgende Leistungen sind vorgesehen:

  • Für den geprüften Hund gibt es max. CHF 2‘000 im Todesfall.
  • Für den ungeprüften Hund gibt es max. CHF 1‘000 im Todesfall.
  • Für den geprüften Nachsuchenhund gibt es max. CHF 3‘000 im Todesfall.
  • Für Tierarztkosten gibt es max. CHF 1‘000; es muss ein Selbstbehalt von CHF 100 vom Hundehalter(in) getragen werden.

Diese Leistungen werden für Hunde im jagdlichen Einsatz ausgerichtet; dies gilt für alle Treib- und Drückjagden, aber auch für die Wasser- und Baujagd. Gedeckt sind ausserdem alle Nachsuchen auf Wildtiere (auch bei Verkehrsunfällen). 

Kostenbeteiligung Dritter:

Sind Unfall- oder Todesfallversicherungsverträge für den betreffenden Hund (Epona, etc.) abgeschlossen worden, oder beteiligen sich Dritte (Versicherungen, Jagende, Jagdvereine, etc.) an den Todesfall- oder Heilungskosten, müssen diese Leistungen offengelegt werden. In diesen Fällen können die Leistungen von JAGDAARGAU angemessen reduziert werden. Dasselbe gilt, wenn ein Haftpflichtiger für den Schaden aufkommen muss oder wenn ein grobes Selbstverschulden des Hundehalters(in) vorliegt.

Verfahren:

Der/die geschädigten Hundehalter (Eigentümer) stellen ein schriftliches Gesuch (Antragsformular auf der Homepage) an die Geschäftsstelle von JAGDAARGAU. Das Gesuch muss spätestens 3 Monate nach dem Ereignis gestellt werden. Der Sachverhalt, welcher zur Verletzung oder zum Tod des Hundes führen, muss klar beschrieben sein. Die Richtigkeit des beschriebenen Sachverhalts muss vom Jagdaufseher oder Jagdleiter oder Obmann, des betreffenden Reviers mit Unterschrift bestätigt werden. Drei Vorstandsmitglieder von JAGDAARGAU (in der Regel Präsident, Vizepräsident und Geschäftsführer) entscheiden nach Ermessen und abschliessend über die auszurichtenden Leistungen. Im Rahmen des Jahresberichtes werden Vorstand und Mitglieder über die eingetroffenen Anträge und die jeweils ausgerichteten Leistungen informiert.

Finanzierung:

Es wird im Jahr 2017 zu Lasten des Eigenkapitales ein Solidaritätsfonds „Jagdhunde“ (zweckgebundenes Eigenkapital) von zunächst CHF 10‘000 errichtet. Dieser Fonds soll ab 2017 jährlich mit maximal CHF 5 pro Mitglied (ca. 1‘200 x CHF 5 = CHF 6‘000), ebenfalls zu Lasten des Eigenkapitals, geäufnet werden. Erreicht der Fonds die Grenze von CHF 20‘000 wird die jährliche Finanzierung sistiert.

Diese Finanzierungsmethode soll aufrecht erhalten bleiben, solange es die Vermögenssituation von JAGDAARGAU erlaubt. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, soll die Finanzierung durch eine Erhöhung des Jahresbeitrages sichergestellt werden.