Schweisshunde-Arbeit, Einführungskurs

Es ist ratsam, mit der Schweissarbeit zu beginnen, bevor der junge Jagdhund anfängt zu jagen, d.h. frische, gesunde Wildfährten zu verfolgen, denn das wird für den jungen Hund schnell einmal viel interessanter, vor allem wenn er so nahe an das Wild kommt, dass er es sehen kann und somit mit einer tollen Jagd belohnt wird. Das wird sowieso zu einer der grössten Schwierigkeiten während der Ausbildung, denn dort wo später einmal die richtigen Nachsuchen stattfinden, werden mit Sicherheit unzählige frische Gesundfährten unsere Wundfährte des verletzten Tieres kreuzen. Diese muss dann der Hund lernen zu ignorieren um bei seiner eigentlichen Arbeit zu bleiben.

Bei diesen Fährten ist es sehr wichtig, dass der Hundeführer deren Verlauf ganz genau kennt, damit man sofort merkt, wenn der Hund die Fährte verlässt und sich für ihn interessanterem zuwenden will. Während diesen Übungen lernt man seinen Hund zu „lesen“, man muss an seinem Verhalten erkennen können, ob er sich noch auf der Fährte befindet oder schon etwas anderes im Kopf hat. Das ist unerlässlich, denn in der Praxis fehlen natürlich jegliche Markierungen und auch Schweiss lässt sich vielmals nur sehr selten oder auch über grössere Strecken gar nicht finden. Wenn man in der Praxis Erfolg haben will, muss man seinem Hund 100% vertrauen können und das erreicht man nur über eine sorgfältige Einarbeitung.

Sitzen diese Übungen einmal, müssen die Bedingungen immer wieder geändert werden, d.h. es muss bei Regen, bei Schnee, bei Hitze, Fährtenverlauf über eine Strasse, durch einen Bach, Wald, Dickung, Brombeeren, Wiese, längere Standzeit usw. geübt werden, damit es für den Hund eine immer neue Herausforderung ist. Auf einer echten Nachsuche kann man sich die Bedingungen auch nicht aussuchen und dann geht es schliesslich darum, verletztes Wild so schnell wie möglich zu finden und zu erlösen. Darum sollte der Hund mit vielen verschiedenen Situationen vertraut sein.

Wenn das zuverlässig sitzt und der Hund 15 Monate alt ist, kann man sich dann auch beruhigt für eine Schweisshundeprüfung anmelden. Dort werden dann Hund und Führer auf einer 500 bzw. 1000 Meter langen, künstlich angelegten Schweissfährte mit einer Standzeit von mindestens 12 Stunden geprüft. Gespritzt wird eine solche TKJ-Prüfungsfährte mit 2.5 dl Schweiss.

Ich hoffe, ich habe euch hier einen kleinen Einblick in die Schweissarbeit mit Hunden verschaffen können. Es gibt natürlich wie überall verschiedene Arbeitsmethoden. Ich habe hier einfach meine Arbeitsweise und meine Erfahrungen geschrieben, die sich bis jetzt ganz gut bewährt haben.

·         Voraussetzung geeignete Jagdhunderasse „Jung Hund“

·         Grundaufbau möglichst mit jagdlicher Welpenprägung

·         Guter bis sehr guter Gehorsam

·         Teilnehmerzahl ist beschränkt

·         Ausbildung begleitend zu den Regionalen Hundegruppen

Kurse

Werden angekündigt

Informationen: info@nerozzi-roesch.ch

 

 

Weiterbildung Schweisshunde, Fortbildung

Nachsuche-Gespanne sind ein entscheidender Garant für Tierschutz und Waidgerechtigkeit  und die Thematik ist zudem gesetzlich verankert. Doch die Ausbildung zum erfolgreichen Gespann geht viel weiter als das Absolvieren einer 500 m TKJ Prüfung mit gelegentlichem Nachsuchen. Ziel ist, dass bei ersichtlich schwierigem Suchen die besten zur Verfügung stehenden Gespanne aufgeboten werden können. Daher möchten wir diese noch vermehrt fördern.

Ziel ist, aus jeder Kantonalen Region (Schweiss-Hundegruppe) ein bis zwei Gespanne zur Verfügung zu haben, die für Nachsuchen eingesetzt werden, bei denen davon ausgegangen werden muss, dass es zu einer Hatz oder sonstigen schweren Suche kommt. Diese Gespanne müssen nebst einer guten Ausbildung, Jagdpassion und viel Praxis, über eine mentale und körperliche Kondition verfügen. Zudem müssen sie regional verankert, gut erreichbar und auch abkömmlich sein, damit sie in nützlicher Zeit beim Unfall oder am Anschuss eingesetzt werden können.

Profil:

  • Im Besitz einer 500 m TKJ Prüfung oder mehr
  • Gespann soll mental und konditionell fit sein
  • Geeignete Hunderasse für hohe Ansprüche „Wildschärfe“
  • Teilnehmerzahl ist beschränkt
  • Ausbildung begleitend zu den Regionalen Hundegruppen

Wer fühlt sich angesprochen?

Kurstermine: 23./24. September 2017

Anmeldung: info@nerozzi-roesch.ch